Wellness-Welle ebbt ab – Fitness und Gesundheit sind angesagt
Mediaedge:cia befragt Verbraucher zum Thema „Wellness“
Düsseldorf, 19. April 2006: Noch vor drei Jahren boomte die Wellness-Welle – sehr zur Freude von entsprechenden Dienstleistungen, Kosmetikbranche und Lebensmittel-
Industrie. Inzwischen ist das Verlangen nach organisierter Entspannung und geregeltem Müßiggang gesunken, wie eine repräsentative Umfrage der Düsseldorfer Agentur Mediaedge:cia zeigt. Ob Dienstleistungen oder Produkte für das Wohlfühl-Programm daheim – das Interesse an Wellness-Angeboten hat im Vergleich zu 2003 nachgelassen.
Fast alle Dienstleistungen werden mittlerweile seltener genutzt. Starke Rückgänge (minus sieben Prozentpunkte) verbuchen zum Beispiel Entspannungstrainings wie Yoga. Bei Sauna und Dampfbad hat die Zahl der regelmäßigen Anwender um vier Prozentpunkte abgenommen. Dennoch sind Sauna und Dampfbad mit 14 Prozent die Spitzenreiter unter den regelmäßig genutzten Wellness-Angeboten, gefolgt von Fußpflege mit zwölf Prozent sowie Massage und Solarium mit jeweils neun Prozent. Sauna und Dampfbad sind übrigens die einzigen Dienstleistungen, die häufiger von Männern genutzt bzw. ausprobiert werden. Alle anderen Angebote sind vor allem bei Frauen gefragt. Auch das Alter spielt eine Rolle: Je älter die Befragten, desto eher haben sie schon mal an einer Kur teilgenommen oder eine Fango- bzw. Moorpackung erhalten.
Jeder Fünfte unter 30 Jahren geht dagegen regelmäßig in die Sauna bzw. ins Dampfbad. Auch die künstliche Bräune aus dem Solarium ist hauptsächlich bei den unter 50-Jährigen gefragt.
Favorit unter den klassischen Wellness-Produkten sind Sauna-Aufgüsse für den Hausgebrauch. Sie weisen gegenüber 2003 insgesamt sogar ein leichtes Plus auf, werden jedoch nicht mehr so regelmäßig genutzt wie vor drei Jahren. Die Verwendung
von Haarkuren, Aromabädern und Gesichtsmasken hat dagegen deutlich nachgelassen. Überhaupt legen nur noch knapp zehn Prozent der Befragten regelmäßig Wellness-Tage ein, um sich vom Alltagsstress zu erholen. Das ist ein Rückgang um 4,4 Prozentpunkte. Jeder Fünfte hat für Wellness und Fitness keine Zeit (plus 6,5 Prozentpunkte). Zeitmangel wird ausgerechnet von den „Leistungsträgern“ besonders häufig genannt –
also genau bei der Zielgruppe der 30- bis 49-Jährigen mit höherem Hauhalts-Nettoeinkommen, die mit den Wellness-Angeboten angesprochen werden soll.